US-Vizepräsident denkt über Steuer auf Gewaltspiele nach

Spieler aus Deutschland dürften es längst leid sein: Die Diskussion um gewaltverherrlichende Videospiele, hierzulande oft als "Killerspiele" verschrien. Auch jenseits des großen Teichs macht man sich Gedanken um Videospiele und ihre Wirkung auf Menschen. Die Idee, die US-Vizepräsident Joe Biden nun vorgestellt hat, übertrifft die mehr oder minder kreativen Einfälle unserer Politiker jedoch noch einmal um Längen.

US-Vizepräsident denkt  über Steuer auf Gewaltspiele nach

Kirchenvertreter aus den USA haben Vizepräsident Joe Biden im Rahmen eines Strategie-Meetings einen Vorschlag unterbreitet, in dem es darum geht, eine Steuer auf gewaltverherrlichende Videospiele zu erheben. Die Einnahmen daraus sollen Angehörigen zu Gute kommen, die Mitmschen auf Grund von Waffengewalt verloren haben.

Julie Schonfeld schildert ihre Sicht der Dinge wie Joe Biden diesen Vorschlag aufgenommen hat:

Er hat die Idee begrüßt, auf Medien, in denen Gewalt dargestellt wird, eine besondere Steuer zu erheben, die dazu beitragen soll, Opfern und ihren Familien zu helfen.

Ein weiterer Kirchenvertreter zitiert den US-Vizepräsidenten selbst:

Es gibt keine Einschränkungen, eine solche Steuer in die Tat umzusetzen, auch aus gesetzlicher Sicht gibt es keinen Grund, aus dem wir keine Steuer auf gewaltverherrlichende Inhalte erheben könnten.

Darüber hinaus aber merkte Joe Biden an, dass mindestens eine aussagekräftige Studie nötig sei, die belegt, dass bestimmte Videospiele und Filme tatsächlich die Gewaltbereitschaft von Menschen erhöhen. Von einem möglichen Gesetzesentwurf sind die Politiker in den USA ebenfalls noch meilenweit entfernt. Realistisch ist eine solche Steuer demnach noch nicht, dennoch finden sich mehr und mehr Befürworter einer solchen Steuer.