Mega-Deal: Facebook kauft Electronic Arts

Mark Zuckerberg setzt seine milliardenschwere Einkaufstour fort. Seine jüngste Errungenschaft erwarb der Self-Made-Milliardär in der Nacht auf den heutigen Dienstag: Electronic Arts. Nach der übernahme von OculusVR, kauft Facebook jetzt auch noch einen der weltweit größten Videospiel-Publisher - und möchte das Gaming revolutionieren.

Mega-Deal: Facebook kauft Electronic Arts

Alle guten Investitionen sind drei: Im Februar schluckte Facebook für unfassbare 19 Milliarden US-Dollar seinen Konkurrenten WhatsApp, im März übernahm das soziale Netzwerk dann für weitere zwei Milliarden US-Dollar OculusVR, ein Unternehmen, das sich auf Technologie rund um die virtuelle Realität spezialisiert hat. Der nächste Streich erfolgt nun im April: Für sagenhafte 41 Milliarden US-Dollar kauft Facebook den Videospiel-Publisher Electronic Arts. Im Nachhinein fügen sich die kostspieligen Investitionen zu einem schlüssigen Gesamtbild, denn Mark Zuckerberg möchte nicht weniger als das Gaming revolutionieren.

Nach der übernahme von OculusVR fragten sich viele: Wo liegt zwischen einem Mega-Konzern wie Facebook und einem Mini-Unternehmen wie OculusVR überhaupt der Zusammenhang? Zunächst ergab Mark Zuckerbergs Kommentar zum Deal wenig Sinn. über Facebook teilte der Kopf des sozialen Netzwerkes mit:

Mark Zuckerberg
Die Mission von Oculus ist es, das Unmögliche greifbar zu machen. Ihre Technologie eröffnet völlig neue Möglichkeiten von nie da gewesenen Erfahrungen. Immersives Gaming ist eine davon und Oculus hat bereits große Pläne dafür. Pläne, an denen das Unternehmen festhalten werde, die wir noch schneller in die Tat umsetzen wollen. Die VR-Brille Rift wird von der Videospielgemeinde aufmerksam verfolgt, zudem besteht hohes Interesse seitens der Entwickler. Wir konzentrieren uns darauf, Oculus bei der Herstellung ihres Produktes zu helfen und Partnerschaften zu entwickeln, sodass mehr Spiele unterstützt werden.

Electronic Arts-CEO: "Wer nicht will, der hat schon"
Markus Persson, Schöpfer des Klötzchenbauspiels Minecraft, reagierte emotional auf die übernahme OculusVR' durch Facebook. über den Kurznachrichtendienst Twitter kommentierte Persson den Deal: "Facebook macht mir Angst". Der videospielbegeisterte Entwickler gab ferner an, selbst in Gesprächen mit OculusVR gewesen zu sein, um eine Version von Minecraft für die VR-Brille Rift zu entwickeln. Nach der übernahme habe er jedoch alle geschäftlichen Kontakte abgebrochen.


An dieser Stelle kommt Andrew Wilson, Geschäftsmann und CEO von Electronic Arts, ins Spiel. Der Chef des milliardenschweren Videospiel-Publishers habe aufmerksam die Entwicklung rund um Facebook und OculusVR verfolgt. Nach der deutlichen Ablehnung, die Markus Persson öffentlich kundgetan hat, dachte sich der EA-Boss: "Wer nicht will, der hat schon". In einer exklusiven Stellungnahme enthüllt Wilson, man habe die vielen Möglichkeiten wahrgenommen, welche sich mit der VR-Brille Oculus Rift erschließen könnten und Gespräche mit Facebook aufgenommen. Wenn man seitens EA auch nicht explizit darauf hingearbeitet habe, so rasch an Facebook zu verkaufen, sei man mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wilson bezog schriftlich Stellung zu dem Deal und teilte uns in einem exklusiven Schreiben mit:

Andrew Wilson
Für gewöhnlich sind wir von Electronic Arts diejenigen, die andere Unternehmen kaufen, um dadurch innovative Ideen zu fördern. Nun aber machen wir diese neuen Erfahrungen, entwickeln uns in eine völlig neue, noch unbekannte Richtung. Es ist ungewohnt, aber es fühlt sich richtig an. Es erfüllt uns mit Stolz, dieses Geschäft mit Facebook eingehen zu dürfen. Ich bin der überzeugung, dass wir mit dem heutigen Tage Videospielgeschichte schreiben und passionierte Gamer in aller Welt diese Nachricht mit Freude aufnehmen. Wir haben wirklich atemberaubende Pläne und ich kann es kaum abwarten, euch im Laufe der kommenden Wochen und Monate weitere Details mitzuteilen. Die Zukunft beginnt jetzt.

Die Revolution des Gamings: Battlefield 5
Gegen Ende des letzten Monats horchten viele Battlefield-Fans auf. Wie die Fachpresse nämlich berichtet hat, habe sich Electronic Arts die Rechte an der Domain battlefield5beta.com gesichert. Nun hat der Publisher uns gegenüber bestätigt: Es wird einen Beta-Test geben. Voraussetzung ist, dass man aktiv am sozialen Leben bei Facebook teilnimmt, die VR-Brille Oculis Rift kauft und eine Premium-Mitgliedschaft für Battlefield 5 erwirbt.

Darüber hinaus kündigte Facebook an, gemeinsam mit Electronic Arts ein einzigartiges Spielerlebnis erreichen zu wollen, welches die Entwickler in der schwedischen Spieleschmiede DICE mit den höchstmöglichen Ansprüchen an Qualität erschaffen werden. Das EA-eigene soziale Netzwerk Battlelog wird außer Betrieb genommen, Battlefield 5 wird weltweit das erste AAA-Spiel sein, welches über Facebook gestartet wird. Wenn ihr euch außerdem in dem sozialen Netzwerk als Fan des Shooters bekennt, erhaltet ihr eine ganze Reihe neuer Features. Zusätzlich zur Funktion "Anstupsen" werdet ihr Freunden dann ein kämpferisches "Hooah!" senden können. Das aber ist nur die Spitze des Eisberges: Unter anderem wird es in Battlefield 5 die aus Online-Rollenspielen bekannten Emotes geben. Das heißt, wenn ihr mit euren Freunden spielt, könnt ihr im Chat "/groupphoto" eingeben, woraufhin das Spiel eine Animation abspielt. Euer Squad rauft sich dann zusammen, nimmt eine Pose ein und ihr könnt einen Screenshot machen und dieses Bild dann direkt bei Facebook teilen. Solltet ihr Battlefield 5 mal ein paar Runden allein zocken, bleibt euch das Emote "/selfie".

Die zweite große Neuerung in Battlefield 5 wird das Durchführen von Mikrotransaktionen sein. Battlefield 5 wird von der Frostbite Engine 4.0 befeuert, außerdem wird es im Spiel Levelution 2.0 geben. Kurzum: Noch mehr Zerstörung in noch höherer Bildqualität. Wenn ihr mit eurem virtuellen Pixelkrieger im Spiel beispielsweise versehentlich einen Vorgarten ruiniert oder durch ein Missgeschick gar ein ganzes Haus sprengt, werdet ihr direkt im Spiel eine Mikrotransaktion ausführen und den Schaden reparieren lassen können. Wie genau das gestaltet wird und welche Preise die Entwickler sich vorstellen, wollen die Verantwortlichen hinter Battlefield 5 auf der E3 enthüllen, die im Juni in Los Angeles stattfindet.

Zuckerberg: "Keine Arbeitsplätze in Gefahr"
Mark Zuckerberg beteuert, alle Arbeitsplätze bei Electronic Arts erhalten zu wollen. Der Milliardär gesteht, im Vorfeld des Mega-Deals die persönlichen Daten aller EA-Angestellten ausgewertet zu haben. Er sei zu dem Ergebnis gekommen, dass jeder Mitarbeiter von Electronic Arts außerordentliche Arbeit leiste, wenn es um Gewinnmaximierung geht, was ihn sehr positiv stimme. Ohnehin liegen die Hauptsitze beider Unternehmen dicht beieinander, was wir auf einer Karte für euch dargestellt haben. Von diesen kurzen Kommunikationswegen erhoffen sich sowohl Wilson als auch Zuckerberg weitere strategische Vorteile.


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Wir, die Redaktion von GamersPress, fühlen uns geehrt, euch diese heißen Informationen exklusiv übermitteln zu dürfen. Mit Spannung verfolgen wir die weiteren Entwicklungen und werden euch wie gewohnt in aller Ausführlichkeit über die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Videospiele informieren.

Update um 23.00 Uhr

April, April! Natürlich handelt es sich bei diesem Artikel um einen Aprilscherz. Facebook kauft nicht Electronic Arts und die Informationen über Battlefield 5 sind frei erfunden. Morgen geht es dann wie gewohnt mit ehrlicher und seriöser Berichterstattung weiter.